Wie arbeiten wir auf Social Media? Teil 1 von 5: Strategie
Wer auf Social Media alle erreichen will, erreicht am Ende niemanden. Warum das Gießkannenprinzip scheitert, wieso die Chefin die Strategie nicht allein vorgeben sollte und wie ihr im Team einen spitzen Pfeil für euer Employer Branding schnitzt.
„Wir müssen jetzt auch mal was auf Instagram machen.“ Dieser Satz fällt in vielen kleinen und mittleren Unternehmen oft aus purer Verzweiflung. Die Konkurrenz ist schon da, die Auszubildenden bleiben aus, also muss schnell ein Profil her. Meistens wird die Aufgabe dann an die jüngste Mitarbeiterin im Büro delegiert. Das Resultat ist oft dasselbe: Das Unternehmen stellt sich auf den digitalen Marktplatz und brüllt seine Werbebotschaften einfach ungefiltert in die Menge.
Werft das digitale Megafon weg
Social Media ist kein Megafon, mit dem man die Massen beschallt. Wenn ihr versucht, mit einem einzigen Kanal gleichzeitig B2B-Kundschaft, neue Lieferanten und sechzehnjährige Auszubildende anzusprechen, werdet ihr scheitern. Wer alle erreichen will, erreicht niemanden.
Social Media muss wie ein spitzer Pfeil sein. Das bedeutet im ersten Schritt: Wir brauchen absolute Zielklarheit. Wie wir aus Sichtbarkeit später echte B2B-Leads und Aufträge generieren, schauen wir uns ausführlich in Teil 5 dieser Serie an. Für den Start fokussieren wir uns auf das drängendste Problem der meisten KMU: Die Mitarbeitergewinnung, also das Employer Branding.
Strategie ist keine einsame Chef-Entscheidung
Wenn das Ziel „Wir wollen neue Fachkräfte anziehen“ lautet, darf die Strategie dahinter nicht einsam im Chefsessel beschlossen werden. Eine Chefin kann zwar die Richtung vorgeben, aber sie weiß im Detail oft gar nicht, welche konkreten Argumente den Arbeitsalltag für die Belegschaft wirklich attraktiv machen.
Genau hier scheitern viele Betriebe: Sie senden sterile Hochglanz-Botschaften, die mit der Realität am Werkstück nichts zu tun haben. Wahre Authentizität entsteht nur, wenn das Team die Strategie mitgestaltet.
Das INQA-Lab-Team als Strategie-Motor
Anstatt das Thema an eine einzelne Person abzuschieben, etablieren wir ein Projektteam – im INQA-Kontext nennen wir das ein Lab-Team. In diesem Team sitzt ein Querschnitt der Belegschaft: der erfahrene Meister, die junge Projektleiterin, der Azubi aus dem zweiten Lehrjahr und jemand aus der Geschäftsführung.
In diesem geschützten Raum klärt das Team die wirklich wichtigen strategischen Fragen:
Die richtigen Leute an Bord holen
Nicht jeder muss vor die Kamera. Während der eine Kollege vielleicht Spaß daran hat, kurze Texte zu schreiben, hat eine andere Mitarbeiterin ein Auge für gute Fotos aus der Fertigungshalle. Im Lab-Team wird diese Strategie partizipativ erarbeitet. Das schafft Identifikation. Wenn das Team selbst definiert, wofür der Betrieb auf Social Media stehen soll, ist die Motivation für die spätere Umsetzung um ein Vielfaches höher.
Eure Förderung für den Start
Eine Strategie partizipativ im Team zu entwickeln, ist ein klassischer Fall von Organisationsentwicklung. Es geht nicht um bunte Bilder, sondern um Kulturwandel. Das INQA-Coaching bietet euch genau dafür den perfekten Rahmen. Unter professioneller Begleitung baut ihr euer Lab-Team auf und erarbeitet eine Strategie, die von der gesamten Belegschaft getragen wird. Mit 80 Prozent Förderung für kleine und mittlere Unternehmen ist dies der ideale Weg, um das digitale Megafon endgültig gegen einen spitzen Pfeil einzutauschen.