Wer steuert hier wen? Warum der Einsatz von KI im Betrieb eine Frage der Werte ist
KI verändert Betriebe tiefgreifend. Warum echte Führung jetzt bedeutet, Vielfalt zu fördern, Macht abzugeben und die Technik bewusst mitzugestalten.
Wir diskutieren im Arbeitsalltag oft nur über die passenden Software-Tools und übersehen dabei das Wichtigste: Es geht um Macht, Kontrolle und unsere Werte. Wer den digitalen Wandel im eigenen Unternehmen nicht ungesteuert geschehen lassen will, muss sich unbequemen Fragen stellen. Ein Plädoyer für mehr Vielfalt, bewusste Mitgestaltung und eine neue Art der Führung.
In Agenturen oder Handwerksbetrieben herrscht oft Hektik. Neue Technologie wird eingeführt, um den vollen Schreibtisch zu entlasten. Doch Künstliche Intelligenz ist kein normales Werkzeug. Sie greift tief in unsere Zusammenarbeit ein. Wer möchte, dass alle Fachkräfte im Betrieb von KI profitieren, darf es nicht bei Absichtserklärungen belassen.
Wir müssen bei unseren eigenen Strukturen anfangen. Wir müssen uns fragen: Wo liegt in unserem Betrieb die Entscheidungsmacht? Und wer ist bereit, diese Macht bei der Nutzung von neuen Systemen ein Stück weit an das Team abzugeben?
Werteorientierte Führung statt blinder Konsum In der Wissenschaft wird hier oft von Konzepten wie „Feminist AI“ oder werteorientierter Führung gesprochen. Das klingt akademisch, meint für den Betriebsalltag aber etwas sehr Handfestes. KI-Systeme neigen dazu, Vorurteile und gesellschaftliche Stereotypen schlicht zu wiederholen.
Eine zeitgemäße Führungskultur bedeutet, das nicht einfach hinzunehmen. Es geht um eine menschenzentrierte Sichtweise. Wir brauchen eine Haltung, die auf Vielfalt achtet, faire Zugänge schafft und Verantwortung in den Mittelpunkt stellt. Es reicht nicht, die Technik nur zu bedienen. Wir müssen sie aktiv steuern.
Wir weben das Netz aktiv mit Wir sind den großen Tech-Konzernen nicht ohnmächtig ausgeliefert. Unsere Handlungsfähigkeit beginnt genau da, wo wir im Arbeitsalltag mit der Maschine interagieren – bei unseren Eingaben, dem sogenannten Prompting.
Das können schon sehr kleine, bewusste Schritte sein, um die KI-Nutzung verantwortungsvoll zu gestalten:
- Bewusste Eingaben: Fordere die Sprachmodelle gezielt auf, vielfältige und klischeefreie Texte oder Bilder zu generieren.
- Barrieren abbauen: Erkenne an, dass das Lernen mit KI Zeit braucht, und sorge dafür, dass alle im Team Zugang dazu erhalten.
- Kritisch bleiben: Mache dir und dem Team immer wieder klar, dass wir denkende Menschen sind und keine bloßen Datenlieferanten für eine Maschine.
Macht und Kontrolle neu verteilen Echtes Empowerment bedeutet, dass Macht anders verteilt wird. Der Kontrollverlust, den KI im ersten Moment auslöst, ist eigentlich eine riesige Chance. Wir können unter den aktuellen Bedingungen neu aushandeln, wie wir im Team zusammenarbeiten wollen.
Wie bereit bist du, gemeinsam mit deinem Team diese veränderten Netzstrukturen zu weben? Wenn du Unterstützung suchst, um eine werteorientierte Führungskultur im Umgang mit KI aufzubauen, sind wir als Sparringspartner gerne für dich da. Lass uns ins Gespräch kommen!
Dieser Text ist eine angepasste Variante für das INQA-Coaching aus dem Themenfeld KI und Lernen aus der Artikel-Reihe „KItty Co_Lab“ von Kerstin Mayrberger auf LinkedIn. Bei Interesse ist der Ausgangsbeitrag hier nachzulesen: https://www.linkedin.com/pulse/wer-webt-das-netz-%C3%BCber-macht-partizipation-und-ki-der-mayrberger-0xuje/